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Von Glück und Existenzangst

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Letzte Woche erlebte ich einen Moment tiefen Glücks. Es passierte, als ich durch die Tür eines Krankenhauses in die Sonne trat. Mit einem dicken Mullpflaster an meinem rechten Handgelenk ging ich durch Licht und Schatten, den die Sonne durch hohe Bäume warf. Ich spürte die Wärme in den sonnigen Abschnitten und die Kühle in den schattigen. Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal in meinem Leben so große Dankbarkeit und tiefes Glück empfunden habe dafür, dass ich einfach nur hier sein darf. Atmen, leben, lieben. Wochen vorher Arzttermine, Untersuchungen, Eventualitäten. Ich hatte eindeutige Symptome, die ich abklären lassen wollte. Innerlich war ich sicher, dass der Grund dafür die Aufregungen des letzten Jahres waren. Ein Umzug stand bevor. Ein ganzes Jahr voll mit Räumen, Verabschieden, Ausmisten, Achterbahnfahren lag hinter mir. "Wenn der Umzug erst mal vollzogen ist, verschwindet das alles wieder", wird der Kardiologe sagen. Da war ich mir sicher. Dem war nicht so. Seine Eins...

Eigenverantwortung

Ich beobachte weiter das Geschehen um Robert Betz. Der NDR widmete Ende November dem selbsternannten Lebenslehrer eine Berichterstattung unter dem Namen " Robert Betz: "Glücks-Coach" oder Scharlatan ?" So viel Neues ist dort nicht zu finden, da hauptsächlich die bereits im Netz veröffentlichten Berichte zusammengetragen wurden. Die Reporter, die eine Veranstaltung besuchten, wundern sich, wie viel Geld manche Leute bereit sind auszugeben - für Glück und Heil. Neu ist ein Interview mit Sabine Riede, Leiterin der Sekten-Info NRW , bei der sich seit drei Jahren immer mehr Menschen melden, die schlechte Erfahrungen mt Robert Betz gemacht haben. Ein Viertel der esoterischen Beratungen drehten sich im Jahr 2013 um den Lebenslehrer. Dazu ein Auszug aus dem Interview: Warum ist Betz mit seiner Lehre so erfolgreich? Riede: Er gibt den Menschen das Gefühl, dass alles machbar ist, dass sie alles in ihren Händen halten. Zunächst hat die Botschaft, man sei alleinig...

Glück

Heute las ich, dass ein glückliches Leben nicht aus der Befriedigung unserer Bedürfnisse erwächst, sondern aus der Treue zu einem würdigen Ziel. Ich bewundere den Dalai Lama dafür, dass er trotz allem, was Tibet angetan wurde, Gewaltlosigkeit und Frieden anstrebt. Er scheint glücklich .... und macht mir Mut, dass ich das, was noch an Groll in mir ist, überwinde. We can make this a more peaceful century if we cherish non-violence and concern for others’ well-being. It is possible. If the individual is happier, his or her family is happier; if families are happy, neighbourhoods and nations will be happy. By transforming ourselves we can change our human way of life and make this a century of compassion. 14. Dalai Lama 

Ich habe einen Traum

Im Zeit-Magazin gibt es seit vielen Jahren die Seite "Ich habe einen Traum". Prominente beschreiben dort ihre Träume, ihre Lebensträume, ihre Wünsche, ihre Visionen. Regisseure, Models, Jazzer, Rockmusiker, Schauspieler, Tennisspieler, Tänzer, Autoren, Menschen, die irgendeinen Erfolg in ihrem Leben aufweisen können, dürfen dort ihren Traum vorstellen. Den kleinen privaten und den großen übergeordneten. Ich mag diese Kolumne sehr und manchmal träume ich davon, so eine Seite für alle zu eröffnen. Eine Seite, die Träume von Menschen vorstellt. Von Menschen, die nichts anderes vorweisen brauchen als einen Traum. Ich möchte euch meinen Traum vorstellen. Ich träume davon, dass die Menschen erkennen, dass sie selbst für ihr Glück verantwortlich sind. In meinem Leben traf ich immer wieder Leute, die davon ausgingen, dass es meine Aufgabe ist, sie glücklich zu machen. Und ich glaubte das auch. Wenn sie unglücklich waren, fühlte ich mich schuldig und wenn ich unglücklich war, g...