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Schlag ins Gesicht

Vor 9 Jahren wurde offensichtlich, dass meine Mutter und ich uns nichts mehr zu sagen hatten. Ich hörte auf, jede Woche meinen sonntäglichen Pflichtanruf bei ihr zu tätigen und ich beendete die Teilnahme an ihren Audienzen, die sie zwischen ihren vielfältigen Reisen hielt. Auch sie meldete sich nicht mehr bei mir. Der Kontaktabbruch war jedoch nicht so weit fortgeschritten, dass wir uns nicht auf Familienfeiern begegnet wären. Die letzte Feier, an der auch ich teilnahm, war die Kommunion meines Patenkindes. Meine Mutter und ich wurden vorsorglich weit auseinandergesetzt. Zwischen uns stand jedoch meine Tochter. Im wahrsten Sinne des Wortes. Pflichtanrufe und Audienzeinhaltung wird nicht nur von den Kindern, sondern auch von den Enkelkindern erwartet. Meine Tochter hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie diese Anforderungen nicht pünktlich eingehalten hatte und sie versuchte, einer Diskussion aus dem Weg zu gehen. Zwischen Mittagessen und Kaffee gab es Zeit für Bewegung. Einer de...

Herz II

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Meistens ist es nicht so wichtig WAS wir tun, sondern WIE wir es tun. Jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Es gibt tausende Wege, auf denen man sich selbst entdecken und zu sich finden kann. Lass Dir Deinen Weg von niemandem vorschreiben.    Jeder Weg ist nur einer von Millionen  Wegen. Deshalb musst Du immer daran denken, dass ein Weg nur ein Weg ist. Wenn du glaubst, ihm nicht folgen zu dürfen, dann darfst du unter keinen Umständen  auf diesem Weg bleiben. Jeder Weg ist nur ein Weg. Du beleidigst weder Dich noch andere, wenn du ihn verlässt, weil dein Herz es dir befiehlt. Aber Dein Entschluss, auf dem Weg zu bleiben oder ihn zu verlassen, muss frei sein von Furcht und Ehrgeiz. Prüfe jeden Weg gewissenhaft und gründlich. Erprobe ihn, sooft Du es für nötig hältst. Dann stelle Dir, und nur Dir selbst, die  Frage: Hat dieser Weg ein Herz? Alle Wege gleichen sich. Sie führen nirgendwo hin. Es sind Wege, die durch das Dickicht, in das...

Mein Gewissen ist rein

Mein Gewissen ist rein. Ich habe es nie benutzt. So stand es auf einer Postkarte, die mein Mann und ich in unserem letzten Urlaub in einem Shop nahe des Wiener Naschmarktes entdeckten. Ich musste lachen und mit mir lachte der Shopinhaber. Wir stöberten in den zwei Kisten mit Spruchkarten und kauften ein. Karten, in denen wir uns selbst fanden, Karten, von denen wir dachten, dass sich unsere Kinder wiederfinden und Karten für Freunde, die noch analoge Post schätzen. Die Gewissenskarte blieb liegen. Es wäre die passende Karte für meine Mutter gewesen, aber ihr schreibe ich schon lange keine Urlaubspostkarten mehr. Im Jahr 2007, da war ich 44 Jahre alt und Mutter zweier Teenager, fand ich endlich den Mut, meiner Mutter gegenüber eine Grenze aufzuzeigen. Bis dahin hatte ich nicht geschafft ihr etwas klar zu machen, was mir meine Kinder jeden Tag aufzeigten "Mama, halt dich da raus und lass mich mein Ding machen." Die Auseinandersetzung entzündete sich an einer Banali...

BR Fernsehen Frankenschau: Verlassene Eltern - Wenn Kinder den Kontakt abbrechen

Am 2. Oktober 2016 strahlte der BR in der Frankenschau eine kurze Reportage zum Thema "Verlassene Eltern - Wenn Kinder den Kontakt abbrechen aus". Zu Wort kommen: eine verlassene Mutter eine Heilpädagogin des Trauernetz-Consolare e.V. eine verlassende Tochter ein Therapeut Das Video ist zu sehen unter " Verlassene Eltern ", allerdings ist in dieser Fassung der Studiogast Prof. Franz Ruppert nicht dabei. Wer seine therapeutische Unterlegung nicht verpassen möchte, müsste sich das Video, eingebettet in die ganze Sendung, unter " Frankenschau " ansehen (Beitrag beginnt bei 8 Minuten) oder den Video " Expertengespräch - Verlassene Eltern " anklicken. Der BR war der Sender meiner Wahl, als ich zu Beginn dieses Jahres von verschiedenen Fernsehformaten für einen Beitrag angeschrieben wurde. Es kostete mich Überwindung und Mut einen weiteren Schritt an die Öffentlichkeit mit diesem Thema zu wagen (Danke an das großartige BR-Team!). Nun hatte i...

Phönix-Runde zum Thema "Kriegsenkel - Wie wir den Krieg bis heute spüren"

Eine sehr gute Sendung zum Thema "transgenerationale Traumata" erschien im Mai 2015 unter "Phönix-Runde: Kriegsenkel - Wie wir den Krieg bis heute spüren". Ihr findet sie hier . Die Teilnehmer der Runde sind: Randi Crott - Journalistin und Autorin "Erzähl es niemandem! Die Liebesgeschichte meiner Eltern" Sabine Bode - Journalistin und Autorin "Die vergessene Generation" Jens Orback - Generalsekretär Olof-Palme-Stiftung und Autor "Schatten auf meiner Seele. Ein Kriegsenkel entdeckt die Geschichte seiner Familie" Katrin Himmler - Großnichte von Heinrich Himmler, Publizistin und Autorin "Die Brüder Himmler - Eine deutsche Familiengeschichte"

Der therapierte Mann oder Männer kennen (k)einen Schmerz

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Der Mythos vom unkomplizierten Geschlecht Gestern hatte ich kurzen Whatsappkontakt mit einer Freundin. Ich schrieb Menschen, die von sich behaupten unkompliziert zu sein, sind noch viel anstrengender als die komplizierten. Es gibt nämlich keine unkomplizierten Menschen. Es gibt unbewusste. Ihre Antwort Das, was man von sich behauptet, ist oft genau das Gegenteil von dem, was man ist. Wenn man unbewusst ist. Ihre Erkenntnis zu diesem Thema ist empirisch. Gewonnen auf einer Partnerschaftsplattform. Dort hat sie herausgefunden, dass die suchenden Männer gerne in ihrem Profil Eigenschaften angeben, die eher ihrem Wunschbild von sich selbst entsprechen als der Realität. Meine Freundin neigt zur Bodenständigkeit und hat, in meinen Augen, kein überzogenes Bild von Romantik. Deswegen glaube ich ihr, wenn sie sagt, dass Männer auf diesen Plattformen gerne von sich behaupten romantisch zu sein, sie aber selten unromantischere Begegnungen hatte. Ein Trick? Ein verschobenes Selbstbild? Kein...

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Ich danke allen Lesern meines Blogs für 50.000 Seitenaufrufe.