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Weisheit

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Gestern war ich klug
und wollte die Welt verändern.
Heute bin ich weise
und möchte mich verändern.

Liebe

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Infolge des allgemeinen Mangels an gegenseitiger Liebe bei den Menschen überwältigen die Starken die Schwachen, verhöhnen die Reichen die Armen, lassen die Vornehmen die Geringen ihren Übermut fühlen und betrügen die Schlauen die Dummen.
Führen wir alles Elend, alle Übergriffe, alle Unzufriedenheit und allen Hass in der Welt auf ihren Ursprung zurück, so entspringen sie alle aus dem Mangel an gegenseitiger Liebe.

Dalai Lama

Ich wünsche euch allen einen Reichtum an Liebe, für 2018 und für euer ganzes Leben. Liebe ist das Einzige, was sich nicht verändert in dieser sich rasant wandelnden Welt. Und sie ist das Einzige, was wirklich zählt. Möge die Liebe mit euch sein.


Auf ein Neues!

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You want it darker

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Meine Freundin J. wohnt auf dem Land.

Wenn ich zu ihr fahre, führt mich die Straße durch eine ziemlich romantische Gegend. Vorbei an Mühlen, die teilweise noch in Betrieb sind, entlang an Wäldern und Wiesen. Im Sommer öffne ich spätestens hier die Autofenster, um den starken Duft von Wiese und Heu einzuatmen. Ich liebe diesen Geruch nach Sommer und er begleitet mich schon lange. Er ist so vertraut und weckt Sehnsüchte.

Als ich zwanzig war, überraschte er mich, als ich gerade den Flur eines Krankenhauses entlangeilte. Durch ein geöffnetes Fenster drang dieser unwiderstehliche Duft nach frisch gemähtem Gras. Mich überfiel, wie so oft, die Sehnsucht nach Leben und ich kündigte postwendend meinen Job, um in den Süden zu reisen.

Vor knapp zehn Jahren saß ich auf der japanischen Insel Okinawa im Fond eines Wagens. Es war März und die Temperaturen auf Okinawa zeigten Frühling. Durch das leicht geöffnete Fenster erreichte mich der Geruch, der wohl überall gleich duftet - frisch gemähtes Gras …

Starke Frauen II: Über das Scheitern oder "There is something missing"

Letzte Woche las ich einen Blogpost über Franziska von Hardenberg.
Sie hat 2012 ein Start-Up Unternehmen gegründet, das Bloomy Days hieß und ein Online-Blumenversand war. Sogar die Bundeskanzlerin persönlich besuchte das Unternehmen. Bloomy Days florierte. Der Start wurde mit Crowdfunding finanziert, später mit Fremdkapital von Investoren. Als die letzte Finanzierungsrunde platzte, kurz bevor das Unternehmen profitabel wurde, meldete Franziska von Hardenberg Insolvenz an. Sie war zu dieser Zeit schwanger und erlitt eine Frühgeburt.

Ihre Worte im Interview zum Scheitern:
Was war denn deine größte Sorge, bevor du den Brief veröffentlicht hast?

Meine größte Sorge war wahrscheinlich der public failure. Wir haben in Deutschland einfach keine Kultur des Scheiterns.

Wahrscheinlich hatte ich Sorge, öffentlich hingerichtet zu werden. Dafür, dass ich es nicht geschafft hatte. Aber genau das Gegenteil trat ein.Hat dein Selbstbewusstsein unter dem Scheitern deiner Firma gelitten?

Es klingt viellei…

Starke Frauen I: Vergebung ist Selbstheilung

Heute habe ich einen Film gesehen, der mich zutiefst berührt.

Eva Mozes Kor ist Auschwitz-Überlebende. Mit ihrer Zwillingsschwester Miriam wurde sie von Josef Mengele für die Zwillingsforschung benutzt. Was diese Frau durchgemacht und verloren hat, ist unbeschreiblich. Und doch erzählt sie es.

Die wichtigste Botschaft: Vergebung ist Selbstermächtigung.

So wie sie es sagt, ist es für mich sehr glaubhaft.
Vor einigen Jahren war ich Teilnehmerin in einem Forum, in dem zahlreiche Menschen unterwegs waren, die missbraucht wurden. Vielleicht ist es schwerwiegender von den eigenen Eltern missbraucht worden zu sein als von Fremden. Vielleicht ist es schwieriger den eigenen Eltern verzeihen zu können als Fremden, mit denen man nie mehr in seinem Leben etwas zu tun haben muss.
Eva Mozes Kor hat dennoch für mich mehr Überzeugungskraft als es jegliche christlichen Appelle je hatten. Denn sie spricht davon, dass Vergebung sie aus dem Opfertum herausgeholt hat.
Schaut es euch an. Was für eine Frau!

Yin und Yang

Mit Anfang 20 benutzte ich einen gewissen "Frauenkalender". Er war natürlich in einem dunklen Aubergine-Ton gehalten, mit einem feministischen Zeichen vorne drauf und frau konnte sich mit ihm emanzipiert fühlen.
In diesem Kalender für "Emanzen" standen Sprüche von Fauen für Frauen.
Unter anderem stand da doch tatsächlich ein Spruch, der der produktiven, eigenwilligen Coco Chanel zugeordnet wurde und so ganz und gar nicht in das feministische Konzept passte:
Eine Frau,
die nicht geliebt wird,
existiert nicht. Dieser Spruch ist für mich noch immer ein Schlag in die Magengrube.  Wenn mir das ein Macho sagen würde ..... aber in einem Frauenkalender! Welch eine Botschaft, fast niederschmetternd. Wir Frauen sind nur existent durch die Liebe eines Mannes? Das ist ja schlimmer als jedes Märchen, in dem man nur durch die Liebe erlöst werden kann! Hallo? Geht´s noch? So dachte ich mit Anfang zwanzig.

Mit Mitte fünfzig treffe ich heute Frauen, die sich nach nichts mehr sehne…