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Ein Prozent

Die Veröffentlichung des Romans "Tschick" von Wolfgang Herrndorf im Herbst 2010 ging an mir und meiner Familie vorbei. Während ich selbst 2010 vom Leben stark gefordert werde und Kontakt zu Kreisen habe, die heftig an der Vision vom Weltuntergang Ende 2012 basteln, erhält Herrndorf die Botschaft seines persönlichen Untergangs in Form eines Gehirntumors. Während ich informiert werde, was zu tun ist, wenn die Wirtschaftskrise alles lahm legt und wie man sich und sein Eigentum am besten schützt, beschäftigt sich Herrndorf mit der Lahmlegung durch eine Krankheit, die für ihn drei Jahre später konkret tödlich enden wird. Während ich an meinen Defiziten arbeite und versuche aus Mangeldenken herauszukommen, um zu erfahren, dass hinter dem Mangel ein weiterer Mangel wartet, sei es emotionaler Mangel oder Vitamin D, ist Herrndorf seine Zeit zu kostbar, um sie mit Gedanken an Krebsdiäten zu verschwenden. Er stellt sich früh seinen Wecker um keinen Sonnenuntergang zu verpassen, wäh...