Posts

Es werden Posts vom Februar, 2020 angezeigt.

Winter ade

Bild
Für alle Sturmerprobten, die davon träumen, bei einem Glas Rotwein auf einem kleinen Platz in Barcelona zu sitzen und Straßenmusikern zu lauschen (und ganz besonders für Dani).

Empfehlung des Tages:

Tapas

Rachael & Vilray

und dazu eine Flasche Gran Reserva :-)




Unerträgliche Gäste

Bild
Dieser Zeitungsschnipsel mit einem Zitat von Sibylle Berg liegt schon länger auf meinem Schreibtisch.
Sibylle Berg wird oft angefeindet, bevorzugt von "weißen Männern", die denken zu wissen wie Frauen aussehen und sein sollten. Frau Berg gehört da nicht dazu. Sie meint das liege auch an ihrem Alien-Aussehen. Mir liegen Aliens oft mehr als "normale" Menschen.

Ich finde ihre Worte so klar und wahr. Wir feiern hier eine Party. Und wie das bei langen Partys manchmal so ist - je später der Abend, desto ausgelassener und rücksichtsloser wird eine Gruppe von Gästen. Ich bin kein politischer Mensch. Es gibt Leute, die kämpfen im Außen. Um alles mögliche. Die einen um Bewahrung, die anderen um Veränderung. Ich gehöre zu denen, die im Innen kämpfen. Die Beschäftigung mit dem, was in meinem Inneren ist, bedarf vollends der Kräfte, die mir zur Verfügung stehen.

Trotzdem kann natürlich auch ich mich nicht dem entziehen, was um mich herum vorgeht - Wahl in Thüringen, Corona, Gr…

Kontaktabbruch - Schweigen und Verschwinden

Kürzlich fand ich ein Zitat von mir auf der Homepage der Autorin Kerstin Hau. Ihr Post dazu heißt Von Kindern und Eltern.

Sie schreibt auch zum Thema Funkstille und zeigt dort eingebettet ein Video zu einem Interview mit der Psychotherapeutin und Autorin Claudia Haarmann.

Das Buch von Frau Haarmann heißt Kontaktabbruch - Kinder und Eltern, die verstummen. Ich persönlich habe das Buch nicht gelesen und kann daher keine Empfehlung aussprechen.
Allerdings sagt Frau Haarmann im Interview etwas, das sich für mich überzeugend anhört. Sie meint, dass man von Kindern, denen Beziehung nicht mehr vorgelebt wird, keine Beziehung erwarten kann.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich schnell getrennt wird. Jeder hat ein Recht darauf Beziehungen zu beenden, die ihm nichts mehr bringen. Ein Kind, das in einer Familie aufgewachsen ist, in der Beziehung gelebt wird, mit allem was dazugehört, Liebe und Zärtlichkeit, sowie Auseinandersetzung und Versöhnung, wird den Kontakt zu seinen Eltern nicht …

Höhere Intelligenz

Bild
Die Natur gibt immer alles
gemäß des angelegten Bauplanes
entfalten sich die Dinge
zur wahren Schönheit
zur wahren Blüte
alles hat seine Bestimmung
greift ineinander
ohne darüber nachzudenken
wie würden sich Bäume und Pflanzen entwickeln
wenn sie sich entscheiden könnten
wann - wo - wie sie sich entwickeln MÖCHTEN
hätten wir zu essen, zu trinken, Baumaterial, Medizin?
die Natur ist zuverlässig
sie gibt sich ihrer Bestimmung hin
ohne einen Gedanken an
Sinnhaftigkeit oder Bedeutung zu verschwenden
werden - sein - vergehen
ohne Träne ohne Zweifel ohne Ego
ohne Gehirn
ohne Lehrer
ohne übergeordnete Institution
ohne Beifall zu heischen
ist sie
perfekt
sich selbst genug
sie weiß was zu tun ist
dank eines inneren Wissens
vielleicht ist das
höhere Intelligenz


Sie übertreibt mal wieder

Bild
Sie übertreibt mal wieder
Das sollte als Spruch auf dem kleinen schwarzen Schild mit weißer Schrift stehen. Der Plakette, die an mich erinnert. Am Baum im Friedwald - der Stätte meiner Asche.

Wenn du etwas willst, tust du alles dafür
konstatierte mein zukünftiger Chef, als ich mich in fortgeschrittenem Alter ziemlich hartnäckig bei ihm um einen Ausbildungsplatz bewarb.

Machen Sie den Garten bloß nicht zu schön
sagte die Nachbarin zu mir. Ich fragte "Warum nicht?", worauf sie sich mit einem verächtlichen Schnauben entfernte.

Ich wünschte, ich könnte noch einmal so tief und intensiv fühlen wie du
sagte der Freund meines Mannes, mit dem ich auf unserer Terrasse eine Zigarette rauchte.

Du machst dir viel zu viele Gedanken
sagen mir oft die Menschen, die mich näher kennen, mit einer Mimik, als ob ich an einer gefährlichen ansteckenden Krankheit leide.

Du bist so ehrlich, dass es weh tut
sagte der Maler zu mir, als wir uns über unsere schwierigen Mutterbeziehungen unterhielten.