Donnerstag, 14. Juni 2012

Die unfriedfertige Frau - Ein Nachruf

Margarete Mitscherlich ist gestorben.
Sie war eine der größten deutschen Psychoanalytikerinnen und eine erklärte Feministin.
Mit ihrem Mann, Alexander Mitscherlich, veröffentlichte sie in den sechziger Jahren das Buch "Die Unfähigkeit zu trauern", in dem die unzulängliche Aufarbeitung des Dritten Reichs und die Abwehr jeder Mitschuld in der deutschen Nachkriegsgesellschaft thematisiert wurde.
In den achziger Jahren veröffentlichte sie ihr Buch "Die friedfertige Frau" und legte dar, dass Frauen kein geringeres Aggressionspotenzial als Männer und ihr ausgleichendes Wesen nur erlernt haben.
Ich habe immer vertreten, dass Frauen sich nicht nur gegen Männer, sondern auch gegen sich selbst durchsetzen müssen. Eine emanzipierte Frau ist in der Lage, sich von vorgefundenen Werten und Vorstellungen über ihre Rolle zu distanzieren
Wie wahr.
Vor zwei Jahren erschien ihr Buch "Die Radikalität des Alters" und von der Frau, die Schönheits-Operationen für neurotisch hielt, kamen Sätze wie
Das Leben ist nicht leicht, es ist immer wieder schwer und am Schluss ist es zu Ende. Das Leben hat keinen Sinn, es muss auch ohne gehen
Da sie jedoch mit Selbstironie von sich selber behauptete
Meine Thesen stimmen immer irgendwo auch, sind aber mit einer großen Lust an der Provokation verbunden
bleibt der Eindruck einer unverwechselbaren, lebendigen, freiheitsliebenden, couragierten Frau, die mit der Lust am Denken gelebt und gestritten hat.
Ich wünsche mir viele unfriedfertige Frauen in unserer Gesellschaft. Ihre Ehe wird als jahrzehntelange Lebens- und Denkgemeinschaft bezeichnet, von der sie sagt, dass sie nicht immer harmonisch verlief. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen war es eine fruchtbare Partnerschaft und auch hiervon kann es mehr geben.


Dienstag, 12. Juni 2012

Gute Laune Musik - Groove & Swing


Ich bin ein Fan von Parov Stelar und sein Album "The Princess" läuft bei uns rauf und runter. Es gibt Stücke, die an Caro Emerald erinnern, z.B. Booty Swing, absolut in die Füße geht für mich Jimmy`s Gang, und ich mag Nobody´s Fool genau so wie You Got Me There.
Dieses Album beschwingt mich und lässt mich so etwas wie Weite fühlen. Das haben bisher noch zwei andere Musik-Künstler geschafft - Laurie Anderson und Moby. Dazwischen lag viel Zeit. Danke Parov.


Sonntag, 3. Juni 2012

Fütter deinen Dämon


Lust auf eine spannende Reise in Ihren eigenen Schatten?
Dann gehen Sie Ihren inneren Dämon füttern und beobachten Sie ihn bei seiner Transformation. Mit Dämon ist alles gemeint, was Sie belastet - Krankheiten, Süchte, Probleme, Gefühle.
Den Dämon füttern ist eine buddhistische Technik zur Konfliktlösung, sie entstammt dem Chöd-Ritual und wurde von der Amerikanerin Tsültrim Allione, die viele Jahre tibetische Nonne war, überarbeitet und in eine westlich verständliche Form gebracht. Dazu gibt es ein Buch und einen interessanten Artikel, der die psychologischen Hintergründe erklärt.