Mittwoch, 30. Mai 2012

Bruttonationalglück

Zum Glück gehört viel mehr als Geld
Macht Wachstum glücklich? Dann müssten die Chinesen mit ihren satten Zuwachsraten am glücklichsten sein. Sind sie aber nicht. Weltweit hat daher ein Nachdenken darüber begonnen, wie sich der Zustand von Nationen besser messen lässt als mit dem rein ökonomischen Bruttoinlandsprodukt BIP
So las ich es heute morgen in unserer Tageszeitung. Interessant, dass dieser Artikel in der Sparte "Politik" zu finden war.
"Glück und Wohlbefinden - Definition eines neuen ökonomischen Paradigmas", das war das Thema einer Konferenz der Vereinten Nationen, zu dem das kleine arme asiatische Königreich Bhutan eingeladen hatte, in dessen Verfassung das Recht auf Glück steht und dessen Einwohner angeblich am glücklichsten sind.
Es gibt ein Land, in dessen Verfassung das RECHT auf GLÜCK steht.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen und es langsam ins Herz vordringen lassen. Ein Recht auf Glück. In Bhutan wird nicht das Bruttoinlandsprodukt gemessen, sondern das Bruttonationalglück! Ist Glück messbar?
Ich denke, dass vielen Menschen in den Industrienationen klar wurde, dass Geld und materieller Wachstum, das Ziel, dem wir nachjagen, nicht unbedingt glücklicher und zufriedener macht. Da gibt es ein kleines Teufelchen und das flüstert mir ins Ohr "Es ist nicht mehr in dem Maße verfügbar, wie es sein sollte. Es gibt kein Geld mehr für den Großteil der Leute und auch keinen Wachstum. Deswegen muss jetzt etwas anderes propagiert werden. Wie wäre es mit "Armut und Stillstand machen glücklich". Deswegen steht der Artikel auch nicht unter "Lifestyle", sondern unter Politik. Damit kann jeder Politiker das Sparen durchsetzen und uns auch noch glauben machen, dass es uns glücklich macht, wenn für nichts mehr Geld da ist".
Ich stelle das Teufelchen ruhig und lese weiter
Das Bruttoinlandsprodukt verfehlt das Ziel, die Faktoren zu erfassen, die im Leben der Menschen Bedeutung haben und zu ihrem Glück beitragen - wie Sicherheit, Freizeit, Einkommensverteilung und eine saubere Umwelt. Glück kann nicht durch ökonomisches Wohlbefinden erreicht werden, wie es das BIP misst
Das sagten der Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stieglitz und Kollege Jeffrey Sachs auf der UN-Tagung. Einleuchtend, denn das BIP steigt auch dann, wenn die persönliche Zufriedenheit sinkt. Bestes Beispiel ist die Reaktorkatastrophe von Fukushima, das die Wachstumsrate durch massive Wiederaufbauproramme emporschnellen ließ, wohl aber nicht den Glücksfaktor in der Bevölkerung.
Rund 80 Prozent der Deutschen, das zeigen Umfragen, sind unzufrieden mit der Art, wie wir wirtschaften. Die Bevölkerung hat weitgehend verstanden, dass die bisherige Art unseres Wachstums noch tiefer in die Krise führt und nicht aus ihr heraus. Wir müssen weg von der Fixierung aufs Wachstum und hin zu Werten, die Glück und Zufriedenheit schaffen: Bildung, Gesundheit, gute Arbeit mit einer ausgewogenen Work-Life-Balance, soziale Beziehungen, Freundschaften - darauf kommt es an
Das sagten Jesuitenpater Jörg Alt und Wirtschaftsprofessor Karlheinz Ruckriegel, die auch in Deutschland erfreut ein allmähliches Umdenken der tätigen Ökonomen registrieren.
Interessiert und wohlwollend wird eine kleine Gemeinde im Schwarzwald beobachtet, die sich "Glücksgemeinde" nennt. Sie eifern ihrem Partnerschaftsland Bhutan nach und haben sich das Ziel gesteckt
Nach dem Vorbild Bhutans will Schömberg das Glück seiner Bürger in den Mittelpunkt seiner Entscheidungen stellen. Harte und weiche Standortfaktoren sollen so gestaltet werden, dass Glücksempfinden für jede und jeden individuell erlebbar wird. Langfristig sollen Entscheidungen des Gemeinderates nicht nur nach finanziellen Aspekten getroffen werden, sondern vor allem unter dem Aspekt, was den Bürgern nachhaltig ein glücklicheres Leben ermöglicht
Ich bräuchte ein Beispiel. Was wird in Schömberg inzwischen anders entschieden unter dem Aspekt des Bürgerglücks? Dass endlich die Umgehungsstraße gebaut wird? Mehr Tempo-30-Zonen? Welche Gemeindeentscheidungen machen den Bürger glücklich?
Das klingt doch alles gut, sagt eine andere Stimme in mir, sieht so aus, als ob sich was bewegt. Etwas in mir fühlt sich unwohl. Das, was sich unwohl fühlt, denkt zurück an die Zeit, als PISA in den Medien war und Finnland an erster Stelle stand. Es wurden Pläne gemacht, alle waren überzeugt, dass ganz schnell Reformen nötig sind, es sollten Testphasen eingeführt werden, die dann über den Haufen geworfen wurden und Hals über Kopf wurde das G8 aus der Taufe gehoben, Schüler verheizt, Eltern durch die Mangel gedreht, Lehrer ausgesaugt, der Abiturschnitt des ersten G8-Jahrgangs auf Anweisung des Kultusministeriums geschönt. Heute weiß man, dass von den Politikern etwas Wichtiges übersehen wurde.  Finnland hatte völlig andere Grundbedingungen, wie kleine Klassen, so gut wie keine Schüler mit Migrationshintergrund (ich liebe diese Wortschöpfung, sie taucht überall auf, vor allem in den Fußballstadien), andere Lehrpläne. Übereifrig, übereilt, undurchdacht wurde über Nacht eine Struktur geändert, wie so oft nicht zum Besten. Leidtragende sind die Bürger, in diesem Fall alle, die mit Schule zu tun hatten.
Wenn nun das eher philosophische Wort "Glück" bereits in der Politik angekommen ist, werden es die Politiker schaffen, auch hier wieder eine völlig verfehlte Entscheidung zu treffen.
Szenario: Glück steht als Recht in der Verfassung, es wird von einem "Amt für durchgesetztes und gelebtes Glück" überwacht, dass die Bürger ihr Recht auch leben und vor allem einfordern. Das könnte einen neuen Boom in der Juristenszene auslösen "Fordern Sie Ihr Recht auf Glück ein" und es gibt Prozesse, in denen unglückliche Bürger klagen, weil sie ihr versprochenes Glück nicht bekommen haben. Zum Glück gezwungen dank Verfassung. Glück als Konsumartikel. Vielleicht in Dosen? Heute schon glücklich gewesen? Nein - na da gibt es doch Abhilfe, bestellen Sie ihr tägliches Glück als Minipille. Erhältlich auch in Mehrwegflaschen.
Wer verdient dann am Glück? Dieselben, die heute am Unglück verdienen?
Wenn ich etwas verstanden habe, dann die Lektion, dass Glück eine Einstellung ist. Ratsam wäre es, die Leute aus Bhutan zu besuchen, versuchen ihr Leben und ihre Einstellung zum Leben zu erfassen, ihre Bräuche und Werte, ihre Spiritualität, eventuell spielt ja auch die Religion oder Lebensphilosophie eine Rolle.
Die Frage ist: Was würde uns Deutsche zu glücklichen Menschen machen? Oder: Was hält uns davon ab glücklich zu sein? Wären wir es, dann hätten wir die Konferenz einberufen können. Wir können viel, aber im Glücklichsein stehen wir nicht an der Weltspitze.
Und ich glaube, dass diese Antwort keiner für uns beantworten kann. Das individuelle Glück, das in Schömberg angestrebt wird, kann jeder nur für sich suchen und finden. Was macht mich glücklich? Was brauche ich zu meinem Glück? Müssen wir auch hier wieder Statistiken vertrauen, die uns einen Durchschnittswert vermitteln, der dann als allgemeingültig gesetzt wird, um dann durchschnittlich glücklich zu sein? Und was, wenn wir wieder nicht dem Durchschnitt entsprechen und unser individuelles Glück so auseinanderdriftet, dass es nicht in einem Wert, Index oder Faktor gemessen und festgelegt werden kann. Ich will nicht in die Statistik des BNG (Bruttonationalglück), das nun den BIP ablöst. Ich will keinen Fragebogen zum Glück ausfüllen.
Es würde mich glücklich machen, wenn die Politiker und auch die Bürger dieses Landes versuchen würden die Dinge zu durchdringen, die sie propagieren. Wenn jeder es schaffen würde, mehr bei sich zu bleiben, bei sich zu schauen, sich über sein individuelles Glück Gedanken zu machen, davon wegzukommen alles einfach nur konsumieren zu wollen.
Wir können uns nicht die Schablone von Bhutan auflegen und davon ausgehen, dass wir dann auch glücklich sind. Glück ist eine Einstellung. Diese Einstellung gilt es zu finden, durch inneren Wachstum.

Montag, 28. Mai 2012

Deutsche = Inländerfeinde?


Gestern fuhren wir ins Muttodayakloster, das im Frankenwald liegt, ein Waldkloster, das thailändischen Buddhismus praktiziert.
Unser Sohn interessiert sich für die buddhistische Lehre und während seine Klassenkameraden das alljährliche heimische Bierfest besuchen, hat er sich für Stille, Einsamkeit und Meditation entschieden. In dem Mönchskloster kann sich jeweils eine Frau aufhalten, die allerdings nicht im Haupthaus schlafen darf, sondern in einer kleinen Holzhütte am Waldrand untergebracht ist. Während ich mich mit dem einzigen weiblichen Gast vor der Hütte über ihre Erfahrungen unterhielt, beobachtete ich meinen Sohn, wie er still auf der Stupa vor dem Buddha saß, in sich versunken und ich fragte mich, wie er fünf Tage ohne virtuelle Welten, Laptop, Fernseher und iPod, nur sich selber überlassen, zurecht kommt.

Aus der Abgeschiedenheit und Stille des Klosters fuhren wir zur diesjährigen Landesgartenschau des Weltkulturerbes Bamberg.
Ich freute mich auf Farbenpracht und Duft unterschiedlichster Blumen, stattdessen gab es viel Konstruiertes zwischen vereinzelten Beeten von Stiefmütterchen, Phlox, verwelkten Tulpen und Ziertabak. Kleine Hütten, in denen virtuell für heimische Produkte geworben wurde, um dann an einem der Getränkeausgaben einen halben Liter Apfelsaftschorle in der PET-Flasche zu erhalten. Grün waren die integrierten Schrebergärten, bereits vor der Landesgartenschau ansässig, und die Blumenverkaufsstände. Dazwischen Werbeflächen von Sponsoren, Mitmachplätze wie Beachvolleyballsandplatz und Basketballfläche. Außerdem viele Kinderspielplätze mit und ohne Wasser. Zwei Bühnen, auf denen Kabarettisten krakeelten. Event und Werbung, wohin das Auge schaut.
Einzige Oase ein historischer Garten, dessen Rasenflächen verziert mit knallbunten Hängematten eines Sponsors. Wir freuten uns über den kleinen Ort der Stille, ohne Musik, Sams oder Lautsprecherkabarettistenwitze. Die Hängematte hielt tatsächlich zwei Leute aus und wir blickten von unten in das Laubwerk einer uralten Linde. Unser Fazit: Ein bisschen Land, wenig Garten, viel Show auf der Landesgarten-"Show".

Als wir an der Bushaltestelle auf den Bus warteten, der die Leute zum P+R-Parkplatz brachte, stand vor uns eine badisch sprechende Familie. Oma, Tochter, Schwiegersohn und zwei kleine Kinder. Die Großmutter, bewaffnet mit einem Regenschirm, versicherte ihren Enkelkindern immer wieder, dass sie diesen auch einsetzen würde, wenn sie diesmal nicht im Bus mitkämen, so wie bei der Hinfahrt, als sie auf den nächsten warten mussten, weil der Bus überfüllt war. Sie sprach laut ihre Drohungen gegen alle Umstehenden, so wie gegen den Busfahrer aus, damit auch ja keiner auf die Idee käme, ihnen ihren Platz wegzunehmen. Das erinnerte mich an die Geschichte einer Kollegin, die mir erzählte, dass auf einer Ausstellungseröffnung ein Mann im Rentenalter lautstark in der ersten Reihe während der Rede mit seinem Mobilfunktelefon telefonierte. Diese Kollegin ist Mitte zwanzig und fand das Benehmen des älteren Herren respektlos. Auch mich befremdete das Verhalten der Großmutter.
Ich fragte mich, welche Bezeichnung diese beiden Herrschaften für das Verhalten, das sie an den Tag legten, wählen würden, wenn Jugendliche in ihrer Gegenwart bei einer Eröffnungsrede lautstark mit dem Handy telefonierten. Rücksichtslos? Wichtigtuerisch? Ohne Manieren? Oder wenn sie in einer Menge unter lautstarken Drohungen mit einer "Waffe" rumfuchteln und ihren Platz einfordern. Ellenbogenmentalität? Aggressiv? Feindlich?

Im Zeitmagazin gibt es eine wöchentliche Deutschlandkarte, auf der die Antworten zu Fragen anschaulich grafisch dargestellt werden. Im Heft Nr. 20 lautet die Frage: Wer hasst wen?
Die Karte zeigt deutlich: In Deutschland hasst so ziemlich jeder jeden.
Der Text dazu heißt:
Die Deutschen mögen sich nicht besonders. Sich selbst im Ganzen nicht, und untereinander leben sie in geradezu familiärer Zwietracht. Kaum eine Region, die nicht von einer anderen Region gehasst wird. Anders als die Ausländerfeindlichkeit ist die Inländerfeindlichkeit in fast allen Schichten beliebt.

Unter den Gästen im Kloster konnte ich niemanden im Rentenalter ausfindig machen.
Und ich frage mich, was würde mit diesen beiden älteren Herrschaften passieren, wären sie sich fünf Tage selber ausgeliefert?

Sonntag, 20. Mai 2012

Viele Wege führen nach Rom

Und alles in dieser Stadt ist bombastisch.
Ob es das Nationaldenkmal für Viktor Emanuel II. ist, dessen ewige Flamme von ewig bewachenden Soldaten gehütet wird, der ausladende, pompöse Brunnen Fontana di Trevi oder die größte Kirche der Welt, Petersdom genannt.
So viele Wege auch in die Ewige Stadt führen, so sehr erstaunt es, dass diese Stadt lediglich zwei Metrolinien hat, die nicht an die Sehenswürdigkeiten angebunden sind. Um dort hinzukommen, muss man sich in das Gewirr der Gassen werfen, denen so ziemlich kein Stadtplan gewachsen ist (wir hatten drei zur Auswahl). Oder man ersteht in einem der Tabakläden einen Busplan, dessen Ausarbeitung so gar nicht dem deutschen Ordnungssinn entspricht. Aber schließlich ist Urlaub ja auch immer ein bisschen Abenteuer.
Einer der kleineren Umschlagplätze für Busse und Straßenbahn ist der Largo Argentina. Und für mich ist dieser Platz bezeichnend für Rom. Dort, wo in anderen Städten ein kleiner Park angelegt wäre, ein Minieinkaufszentrum, ein Kiosk oder ein Spielplatz, dort gibt es in Rom antike Ausgrabungen. Vier Tempel wurden offengelegt, auf einem Areal, das halb so groß wie ein Fußballfeld ist. Je tiefer gelegen, desto älter der Tempel und ich kann mir bildhaft vorstellen, wie jedes neue Bauvorhaben für eine Metrostation vereitelt wird durch Funde von Säulen, Kapitellen, Münzen. Und wer viel zu Fuß abläuft, findet an jeder Ecke Antikes, das ins moderne Leben hineinragt.
Fast jede der Ausgrabungen liegt tiefer als die moderne Stadt Rom und es ist, als ob eine Stadt auf einer Stadt aufgebaut wurde. Das ist normal, dass Städte auf den Trümmern der Vergangenheit aufgebaut wurden und werden, aber hier, in Rom, ist es so offensichtlich. Offensichtlich zur Schau gestellt deswegen, weil das, was darunter liegt, von Wert ist. Man könnte ja all den alten Bauschutt mit einem Bagger ausgraben und das bauen, was gebaut werden soll. In der Metropolregion, in der ich lebe, werden zur Zeit beim U-Bahnbau alte Bomben gefunden, die entschärft werden müssen und dann wird weitergebuddelt.
Aber Rom ist Rom und das, was hier offenbart wird, zeigt, wie das, was von Menschenhand erschaffen wird, aufeinander aufbaut.
Etwas muss vergehen, damit Neues entstehen kann.
Und was für Pflanzen und Lebewesen gilt, das gilt auch für Erschaffenes. Alles ist vergänglich. Was bleibt sind Reste, Spuren, manchmal auch nur Erinnerungen oder Interpretationen.
Und ich frage mich, was irgendwann einmal auf dem aufbaut, was wir geschaffen haben und zu Schutt und Asche zerfallen ist. Ob ein Teil des Eiffelturms aufgestellt wird, Überreste der Berliner Mauer, ein Bruchteil des Opernhauses von Sydney, das 22. Stockwerk eines Wolkenkratzers.
In einem alten Lied von Ludwig Hirsch (1928) erzählt er die Fantasie eines alten Mannes, der sich vorstellt wie uns eines Tages Wesen von einem fremden Planeten besuchen. Sie hätten Pillen gegen die Traurigkeit für uns dabei gehabt, aber leider gab es uns nicht mehr. Sie fanden einen alten Filmprojektor, in dem noch ein Micky Maus Film eingespannt war. Sie sahen sich den Film an und fanden, dass die Menschen lustig waren und ihre Pillen nicht gebraucht hätten.
Wird Rom, die Ewige Stadt noch stehen, wenn es uns vielleicht gar nicht mehr gibt? Vielleicht liegt sie einmal unter Wasser, wenn die Gletscher abgeschmolzen sind und wird zum Mythos - so wie Atlantis oder sie wird von Unterwasserwesen bewohnt. Wesen, die aus der ehemaligen Gattung der Säugetiere, die aus dem Wasser an Land gingen, widerum zu Wesen mutiert sind, die im Wasser überleben können. Oder Wesen, die gegen radioaktiv- und giftmüllverseuchte Lebensbedingungen resistent sind?
Das einzig Beständige ist die Veränderung.
Was bleibt? Letztendlich?

Freitag, 11. Mai 2012

rückläufige Venus

Gute Nachrichten!
Wer nun die Nase voll hat vom rückläufigen Mars, der darf auf die rückläufige Venus hoffen. Passend zum Wonnemonat Mai bringt sie wieder Schwung in unser Leben und lädt ein zum munteren Austausch mit vielen Chancen und Möglichkeiten.
Und hier noch Infos bezüglich unserem Liebesleben unter der rückläufigen Venus, allerdings in Englisch. Wundert euch also nicht, wenn alte Lieben auftauchen. Was nicht geklärt wurde, darf jetzt geklärt werden.

Dienstag, 8. Mai 2012

Umweltschutz oder Zerstörung?

Sind Sie umweltbewusst und haben Ihren Haushalt bereits mit Energiesparlampen ausgerüstet? Oder betrachten Sie diese Lampen mit einem unbehaglichen Gefühl? Ihr Gefühl hat recht.
Was uns unter "umweltbewusst" verkauft wird, schädigt uns auf allen Ebenen.
Bitte schauen Sie sich diese Informationen an und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.

Bulb fiction, Inhalt des Films, Die Geschichte von Max

Was muss passieren bis wir aufwachen?

Montag, 7. Mai 2012

Einladung zum Kaffeeklatsch


Als ich heute Morgen die Kolumne von Harald Martenstein im aktuellen Zeitmagazin las, musste ich schmunzeln.
Der Kolumnist schreibt über die Kolumne einer Kolumnistin auf Spiegel online.
Und so wie die Kolumnistin austeilt, was Männer betrifft, so gibt Martenstein zurück, was ihm nicht geschmeckt hat an ihren "feministischen Thesen". Zickenkrieg unter Kolumnisten, denn es gibt auch männliche Zicken.
Zitat Martenstein, was Frau Berg geschrieben hat:
Langt es doch, dass sie (die Männer) sich durch den Anblick einer Frau ständig an die Peinlichkeit der eigenen Geburt erinnern lassen müssen.
Finde ich auch ziemlich weit hergeholt.
Martensteins Antwort :
Wenn aber ein Mann eine Frau betrachtet, dann denkt er mal an dieses, mal an jenes, aber er denkt, verehrte Frau Berg, so gut wie nie an die Peinlichkeit seiner eigenen Geburt. Meine Geburt war übrigens total schön, ich denke da gerne dran.
Das interessiert mich. Erinnern Sie sich an Ihre Geburt, Herr Martenstein? So wie an den letzten Urlaub? Ach ja, war total schön, denke ich gerne dran zurück.
Da ich kürzlich ein Foto von Ihnen gesehen habe, kann ich nicht glauben, dass Sie zu der Generation gehören, deren Geburt als großer Event im Kreissaal gefeiert wurde mit Videokameras, Camcorder oder zur Not mit der Kamera des Handys und dann für alle sichtbar auf youtube gestellt.  Dann wäre es nachvollziehbar, dass Sie denken, sich an Ihre Geburt erinnern zu können.
Auch wenn Ihre Familie oder Ihr Vater Fotos im Kreissaal gemacht haben, hmmm.... würde ja noch lange nicht heißen, dass Sie sich an die "Geburt" erinnern, denn die Geburt ist ja das Abenteuer der ersten Wehe über die Reise durch den Geburtskanal bis hin zum ersten Erblicken der Welt.
Wer kann schon von sich behaupten, dass er sich an seine Geburt erinnert?
Oder ... Herr Martenstein, mal ganz ehrlich, waren Sie auf einem dieser Seminare, an denen man seine Geburt durchläuft, um sich dann noch einmal neu zu gebären? Haben Sie Rebirthing praktiziert?

Das ist die erste Frage, die mich beschäftigt: Wie kann es sein, dass Herr Martenstein sich an seine eigene Geburt erinnert? Wäre er mein Nachbar, würde ich ihn gerne auf eine Tasse Kaffee einladen.
Die zweite Frage ist: Was werden all die Kinder, deren Geburt als großes Ereignis unter Zuhilfenahme aller zur Verfügung stehenden Elektronikspielzeuge digital gebannt wurde, deren Eltern bereits vor der Geburt Blogs einrichteten, um dann täglich der ganzen Welt die Wunder der Fortschritte ihres Sprösslings zu senden, all die Kinder, die in "Upps! Die Pannenshow" ihre Auftritte hatten, die für Lacher oder Schadenfreude sorgten oder auch einfach so auf youtube veröffentlicht werden, was werden all diese Kinder mit ihren Daten machen?
Vielleicht gibt es in Zukunft ein digitales Medium, auf dem alles gespeichert wird und das dann jeder zum Kaffeeklatsch mitnimmt und in der Runde vorzeigt "meine dramatische Geburt" "mein peinlichster Auftritt mit einem Jahr" "mein Tagebuch von -256 Tagen vor der Geburt über die ersten Ultraschallaufnahmen bis hin zu 370 Tage nach meiner Geburt über detaillierte Blogeinträge, in denen meine Eltern glaubten meine Gedanken lesen zu können". Weder die Zeit im Bauch der Mutter, noch die Geburt, noch die ersten Kinderjahre bleiben im Dunklen wie bisher. Es gibt dann keine Geheimnisse mehr, alles ist dokumentiert, aufgezeichnet, protokolliert.
Ich bin gespannt auf diese Zeit.
Ich habe mir gerne mein Kinderalbum angeschaut, das mein Vater kreiert hat. Kein Geburtsfoto, nichts Unappetitliches. Immer schön rausgeputzt auf dem Arm meiner Mutter, gestützt von meinem Bruder, gehalten von meiner Patentante. Es ist 1 Album und spannt den Bogen von meinem ersten Jahr bis hin zur Firmung. Dann endet das Album. Meine Kinder-  und Jugendzeit ist sehr übersichtlich dokumentiert, alles dazwischen ist reine Interpretation. Ich liebe dieses Album, das verziert ist mit liebevollen Zeichnungen und Anmerkungen meines Vaters. Es ist ein Schatz, ein Vermächtnis, eine Erinnerung.
Manchmal ist das, was wenig ist, umso wertvoller.
Und das, was zu viel ist, wird belanglos.

Freitag, 4. Mai 2012

Negativer Lustgewinn


Diese Worte muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, denn für die meisten für uns sind sie widersprüchlich.
Wie kann ich mir aus etwas Negativem einen Gewinn holen? Oder ist der Gewinn negativ?

Die meisten von uns würden es ablehnen, dass sie etwas damit zu tun haben und doch praktizieren es viele von uns alltäglich. Es geht um die Lust und dem Gewinn am Schmerz. Keiner würde es bewusst tun, wir tun es  unbewusst.
Ein Besipiel:
Viele von uns wären gerne wohlhabend. Finanzielle Sorgen plagen den Einzelnen, Partnerschaften, Familien. Einmal sorglos mit Geld um sich werfen. Das ist die Fantasie, der Wunsch, der Traum.
Um uns zumindest einen dringenden Wunsch erfüllen zu können, fangen wir an zu sparen und dann ... muss das Auto in die Werkstatt, geht die Waschmasche kaputt, will das Finanzamt eine Steuernachzahlung. Der Traum ist futsch, wir sind frustriert "Ich schaffe es nie auf einen grünen Zweig zu kommen".
Wo liegt hier nun der Gewinn? Das Negative ist einleuchtend, aber wie kann so eine Situation einen Gewinn bescheren?
Er liegt in der Regel in der Bestätigung einer Überzeugung, die wir uns aus einem Urteil anderer gebildet haben. "Geh mal zur Seite, das schaffst du sowieso nicht", "Du hast ja zwei linke Daumen, lass mich das machen", "Du bist ja zu dumm um einen Eimer Wasser umzukippen", "Warum willst du das haben? Dein älterer Bruder hat das auch nicht bekommen. Du denkst wohl du bekommst eine Extrawurst". Schon mal gehört? Viele von uns sind mit solchen Parolen groß geworden. Die wengisten von uns wissen, was sie in uns anrichten. Da war immer jemand, der es besser, schneller, zufriedenstellender als wir hinbekommen hat. Wie auch nicht? Kinder lernen von Erwachsenen, älteren Geschwistern, Leuten die uns etwas lehren. Und wenn die Leistung eines Kindes mit der eines Erwachsenen verglichen wird, zieht es meistens den Kürzeren. Es wurde nicht gesehen, WAS wir geschafft haben, sondern WAS wir NICHT geschafft haben. Darauf wurden wir aufmerksam gemacht und aus diesen Parolen bilden sich Überzeugungen über uns selbst.
"Ich schaff das nicht", "Ich bin zu dumm dazu", "Ich war schon immer ungeschickt", und ganz häufig "Ich bin es nicht wert". Wer mit Geschwistern aufgewachsen ist oder selber Kinder hat, weiß, dass Kinder Gerechtigkeitsfanatiker sind. Bei uns wurde die Limo im Glas mit Eichstrich ausgeschenkt. Es gab für jeden nur ein Glas am Abend und keiner sollte auch nur einen Tropfen mehr wie der andere bekommen.
Und wenn wir nun etwas wollen, was die anderen auch nicht haben, wie können wir es uns erlauben, wenn es uns von anderen nicht erlaubt wurde mehr zu bekommen, mehr zu haben und sogar wir selber darüber gewacht haben, dass die anderen nicht mehr haben, nicht mehr bekommen wie wir.
Ganz subtil wirkt da "Das steht dir nicht zu" (s.auch transgenerative Traumata) oder "Das hast du nicht verdient". Und da diese Überzeugungen eine enorm hohe Kraft in uns entwickeln, sollten wir uns nicht darüber wundern, dass der heiß ersehnte Kurzurlaub platzt, weil wir uns einen neue Waschmaschine kaufen müssen. Gegen die Waschmaschine kann keiner etwas sagen, das ist heutzutage ein nötiger Gebrauchsgegenstand, kein Luxusartikel. Aber der Kurzurlaub ..... steht der uns zu?
Sind wir es wirklich wert, klug genug, fähig genug, um uns den Luxus von ein paar Tagen Auszeit zu gönnen? Ohne schlechtes Gewissen? Schließlich gäbe es ja noch viele andere, wesentlich dringendere Dinge, die wir damit erledigen könnten, als uns etwas Gutes zu tun. Ist das letztendlich nicht doch egoistisch?
Wenn Sie bereit sind zu sagen "Ja, ich bin davon überzeugt, dass ich es wert bin, dass ich fähig und klug genug bin. Dieser Urlaub steht mir zu, vor allem anderen. Und wenn mir jemand sagt, dass ich egoistisch bin, weil unsere Wohnung unbedingt einen neuen Anstrich bräuchte und ich Zeit und Geld lieber darin investieren sollte, dann ist das sein Problem. Ich lasse es mir gut gehen."

Negativer Lustgewinn.
Ein Teil von uns ist befriedigt, nämlich der, der uns selbst verurteilt.
Unsere Überzeugungen haben mal wieder die Oberhand behalten, sie lassen uns weiterhin für klein und dumm halten, und bekommen die Bestätigung ihrer Meinung von uns auf dem Präsentierteller. "Ich schaffe es nie". Genau, triumphieren sie innerlich, das habe ich dir doch schon immer gesagt, aber du willst mir ja nicht glauben "Du schaffst das nicht", basta. Wir bleiben hängen in Gefühlen, die uralt sind und die uns belasten. Das tut weh. Es ist Selbstsabotage und in jedem von uns steckt ein perfekter Selbstsaboteur.
Was uns bleibt ist das Jammern. Und wir wachen wieder darüber, ob auch die anderen ja nicht mehr abbekommen. Ist da jemand, der auffällig ungerecht mehr hat, dann können wir über ihn das ausgießen, womit auch wir begossen werden würden "So ein Egoist, unverantwortlich, na, der macht sich ja ein schönes Leben, was arbeitet der eigentlich und wie kann er sich das leisten?"
Urteile über andere sind Urteile, die wir von anderen angenommen haben und letztendlich sind es Urteile, die sich gegen uns selber richten.
Selbstverurteilung beschert negativen Lustgewinn.
Wer positiven Lustgewinn haben möchte, könnte die Überzeugungen, die in ihm wirken, aufspüren und sich anschauen, wo sie herkommen. Sie können aufgelöst werden und Ihnen den Weg frei machen für positive Gefühle und das "Tschakka, ich schaff das!"

Das ist Bewusstseinsarbeit.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Mach einfach!


Als ich vor einem Monat aufbrach um meinen EFT-Praktiker abzuschließen, überfiel mich zwei Tage davor eine große Unlust. Am liebsten hätte ich abgesagt.
Ich bat meine zwei Männer mich gemeinsam zum Bahnhof zu bringen um sicherzustellen, dass ich tatsächlich in den Zug steige. Ich fühlte mich wie ein Kind, das sich voller Tatendrang zu einem Ausflug angemeldet hatte und sich dann am liebsten im Bett verkrümeln würde. So benahm ich mich auch. Unter Lachen, Küssen, Umarmungen und Winken wurden ich und mein Koffer in den Zug bugsiert.
Ich machte meinen Abschluss und es ist ein richtig gutes Gefühl etwas abgeschlossen zu haben.
Vielleicht deswegen, weil ich einmal in meinem Leben eine Ausbildung abgebrochen habe und mir danach vorgehalten wurde "Du machst das sowieso nicht zu Ende, du hältst das genau so wenig durch wie beim letzten Mal". Obwohl sich dieser Abbruch als richtige Entscheidung erwies und ich danach in den meisten Fällen durchzog, was ich anfing, klingen mir diese Worte noch immer im Ohr.
Manchmal dürstet es uns nach einer Bestätigung für das, was bereits in uns ist. Weil es schön ist zu teilen und weil es sich gut anfühlt, wenn das, was in uns ist, auch in einem anderen ist. Dann fühlt sich unsere Wahrheit wie eine größere Wahrheit an.
Wenn mich in meiner Arbeit mit Klienten jemand fragt "Und wie wars? Warst du erfolgreich?", kann ich nur mit den Achseln zucken. Denn die Arbeit mit einem Klienten ist dann für mich erfolgreich, wenn er das, was er erkannt hat, in die Tat umsetzen kann. Wenn die Erkenntnis nicht als Theorie im Kopf bleibt, sondern in die Praxis, ins Leben kommt. Wenn sich etwas bewegt. Und dann ist es nicht mein Erfolg, sondern der Erfolg des Klienten. Mich freut es, wenn ihn unsere Arbeit in die Bewegung bringt.

Nun lese ich das Kapitel 2 "Wie man sein Glück findet" in Barbaras Buch  und da steht:
Wie viel Glück Ihnen zuteil wird, hängt von Ihrer Bereitschaft zum Handeln ab.
Aktivität hilft Ihnen nachzudenken.
Selbst wenn Ihre Aktivität Sie in eine falsche Richtung führt, erhalten Sie dadurch wertvolle Informationen.
Aktivität fördert Ihr Selbstwertgefühl.
Es ist nicht nur die Unentschlossenheit, die Sie in der Passivität verharren lässt - sondern auch Angst. Aber jedesmal wenn Sie etwas tun, wovor Sie Angst haben, wächst Ihre Selbstachtung. Wenn Sie Angst haben, aber dennoch aktiv werden, tun Sie sich selbst einen großen Gefallen. Denn selbst wenn jemand die Tür vor Ihrer Nase zuschlägt, Ihren Brief nicht beantwortet oder Sie womöglich anschreit - wenn also das denkbar Schlimmste passiert - ,ist das relativ egal. Wann immer es Ihnen gelingt die eigene Angst zu überwinden, kommen Sie einen Schritt weiter. Und Sie können diesen Erfolg auch spüren. Selbstachtung folgt dem Handeln und nicht umgekehrt.
Wenn Sie dagegen zaudern und nicht handeln, spüren Sie, wie Ihr Selbstwertgefühl abnimmt.
Etwas zu unternehmen wirkt sich positiver auf das Selbstwertgefühl aus als zum Beispiel Affirmationen oder positives Denken. Sich selbst zu sagen, dass man in Ordnung ist, hält nicht lange vor.
Aktiv zu sein ist stets besser als nur nachzudenken, denn wenn Sie etwas getan haben, sind Sie stolz auf sich - selbst wenn Sie es nicht perfekt hinbekommen haben.
Wenn wir zu gut im Vermeiden werden, fangen wir nie an zu leben.
Ein nicht gelebtes Leben ist die Hölle.
Und nun kommt es, ich liebe sie dafür, weil es so zutiefst menschlich ist:
Ich selbst fühle mich zum Beispiel nie besonders wohl, wenn eine neue Vortragsreise ansteht. Nach einigen Monaten ohne Vorträge will ich am liebsten zu Hause bleiben, meinen Hund ausführen, zum Hotdogstand gehen und an meinem Computer arbeiten. Wenn dann ein neues Seminar ansteht, werde ich innerlich angespannt. Ich jammere, weil ich meine Seminarunterlagen mühsam zusammensuchen, Strumpfhosen tragen und in aller Hergottsfrühe zum Flughafen fahren muss.
Eine Bestsellerautorin, die Workshops in Amerikas Topfirmen (Microsoft, IBM, Hewlett Packard) hält, jammert, weil sie nun Strumpfhosen tragen und dem Ruf der Welt folgen muss.
Aber jedes Mal wenn ich dann vor einer Gruppe von Menschen stehe, bin ich voll und ganz in meinem Element und ich bin glücklich, dass ich mich überwunden habe. Und es verleiht mir ein Gefühl innerer Stärke, dass ich nie daran gedacht habe, eine meiner Veranstaltungen abzusagen.
Kommt das irgendjemandem bekannt vor? Mir ja.
Wer auch immer wir sind, was auch immer wir tun, wir bleiben Menschen und menschlich ist der Hang zur Bequemlichkeit und die Angst. Angst davor wieder etwas falsch zu machen, in die falsche Richtung zu laufen, in einer Sackgasse zu enden, ausgelacht, niedergemacht zu werden. Aber all das ist Bewegung, es ist Leben. Was ändert sich, wenn wir aussitzen und nichts tun, nicht einmal probieren. Dann kann uns vielleicht nicht viel passieren, aber genau darum geht es ja! Manchmal wünschen wir uns, dass einfach etwas passiert. Und dann passiert etwas und wir fühlen uns dem ausgeliefert. Wenn wir anfangen damit aufzuhören passiv darauf zu warten, dass etwas passiert, dann können wir aktiv mitbestimmen. Läuft es schief - shit happens - dann können wir uns umdrehen (s. Rückschläge sind Vorschläge für die Zukunft). Jedes Mal, wenn wir uns wieder ins Tun bringen, wenn wir aktiv werden, ist das eine großartige Sache. Es ist ein Schritt.

Mach einfach. Warum? Siehe oben.