Freiheit


Aufbruch in die Freiheit

Den eigenen Geist kennenlernen

Alle Unterweisungen des Buddha haben eine Botschaft: In allererster Linie gilt es, den eigenen Geist kennenzulernen. Einfach deshalb, weil wir dort, in diesem Geist, die Quelle ausfindig machen können, von der jegliches Leid seinen Ausgang nimmt. Freude und Leid, die einfachen Dinge wie auch das Außergewöhnliche, sind Erfahrungen des Geistes: Jeden einzelnen Augenblick unseres Daseins, jede Wahrnehmung, jeden Gedanken, jede Empfindung, erlebt der Geist. Je besser wir daher den eigenen Geist kennen und begreifen, wie er funktioniert, umso eher wird es uns möglich sein, uns von Geisteszuständen frei zu machen, die uns niederdrücken, die unsichtbare Verletzungen und Wunden bei uns hinterlassen und unsere Fähigkeit, glücklich zu sein, zunichtemachen. Kennen wir den eigenen Geist, verhilft uns das nicht nur zu einem wahrhaft glücklichen Leben - jede Spur von Verwirrung wird transformiert, und diese Transformation führt uns zu vollkommenem Erwachen.
Sobald wir den erwachten Zustand erleben, wissen wir, was makellose, ungetrübte Freiheit bedeutet. Ein derartiger Zustand des Freiseins hängt in keiner Weise von äußeren Voraussetzungen ab. Er verändert sich nicht, wenn unser Leben durch Höhen und Tiefen geht. Stets bleibt er gleich, unabhängig davon, ob wir gewinnen oder verlieren, gelobt oder getadelt werden, es mit erfreulichen oder unliebsamen Umständen zu tun haben. Anfangs erhalten wir vielleicht hin und wieder einen kurzen, flüchtigen Einblick in diesen Zustand. Nach und nach werden soche Einblicke für uns freilich immer vertrauter und gewinnen an Stabilität. Und zu guter Letzt werden wir in diesem Zustand des Freiseins zu Hause sein. 
aus "Rebell Buddha", Dzogchen Ponlop Rinpoche

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