Ich habe einen Traum

Im Zeit-Magazin gibt es seit vielen Jahren die Seite "Ich habe einen Traum".

Prominente beschreiben dort ihre Träume, ihre Lebensträume, ihre Wünsche, ihre Visionen. Regisseure, Models, Jazzer, Rockmusiker, Schauspieler, Tennisspieler, Tänzer, Autoren, Menschen, die irgendeinen Erfolg in ihrem Leben aufweisen können, dürfen dort ihren Traum vorstellen. Den kleinen privaten und den großen übergeordneten.
Ich mag diese Kolumne sehr und manchmal träume ich davon, so eine Seite für alle zu eröffnen. Eine Seite, die Träume von Menschen vorstellt. Von Menschen, die nichts anderes vorweisen brauchen als einen Traum.

Ich möchte euch meinen Traum vorstellen.

Ich träume davon, dass die Menschen erkennen, dass sie selbst für ihr Glück verantwortlich sind. In meinem Leben traf ich immer wieder Leute, die davon ausgingen, dass es meine Aufgabe ist, sie glücklich zu machen. Und ich glaubte das auch. Wenn sie unglücklich waren, fühlte ich mich schuldig und wenn ich unglücklich war, gab es einen Schuldigen. Irgendjemand hat immer irgendetwas gemacht, was mich schlecht fühlen ließ. Die anderen waren dafür verantwortlich, ob es mir gut oder schlecht ging. Damit habe ich mein Leben, mein Glück und meine Freiheit aus der Hand gegeben. Es hat lange gedauert, bis ich erkannte, dass in dem Spruch "Jeder ist seines Glückes Schmied" viel Wahrheit steckt. Ich selbst bin für mein Glück verantwortlich. Wie ich das mache? Genau so, wie ich es von den anderen erwarte. Was macht mich glücklich? Ein gutes Gespräch, Aufmerksamkeit, Zuneigung, Freundlichkeit, Offenheit, Fröhlichkeit, Optimismus, ein bisschen verrückt sein, Mut, Lebendigkeit, Zärtlichkeit, eine Umarmung, All das darf ich mir selbst geben. Und wenn ich dieser Mensch geworden bin, indem ich mich selbst glücklich mache, weil ich mir genau das gebe, was ich mir wünsche, bin ich wirklich in der Lage auch andere glücklich zu machen. Einfach so, ohne groß was zu tun, einfach deswegen, weil ich es bin.
Ich träume davon, dass wir es schaffen uns selbst glücklich zu machen. Dass wir die Karten, die uns gegeben werden, in die Hand nehmen und das Beste daraus machen. Und dass wir Freude daran haben.

Jeder Spieler muss die Karten akzeptieren,
die das Leben ihm oder ihr gibt.
Aber sobald die betreffende Person sie in den Händen hält,
muss allein sie entscheiden, wie sie die Karten ausspielt,
um das Spiel zu gewinnen.

Palu Rinpoche
Dreamer

***

Eine Zusammenfassung zum Thema finden Sie auf meiner Website unter "Dämonenloch".

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